Freitag, 17. Mai 2013

Tag 87 / 88: Dieser Moment

Ein Freitags Ritual. 
Ein einzelnes Foto - keine Worte - ein Augenblick, eingefangen in dieser Woche. 
Ein einfacher, besonderer, außergewöhnlicher Moment. Ein Moment zum innehalten, genießen und sich erinnern.

Idee: Soule Mama

Mittwoch, 15. Mai 2013

Tag 86: Irgendwie ...

... muss man sich ja Mut machen. 

Ich habe meinen Abfallkalender studiert. Heute Abend muss ich die Restmüll-Tonne an die Straße stellen, damit sie morgen geleert werden kann. Und so habe ich mal durchgezählt, wie häufig ich das noch machen muss, ehe der Mann aus der Ferne endlich wieder nach Hause kommt. Noch weitere 2 Mal!

Das klingt recht wenig und macht irgendwie Mut. Es scheint greifbar, die Rückkehr! Bilde ich mir zumindest ein. 2 Mal, das ist ja nicht mehr viel. - Aber ich habe sie auch erst 3 Mal rausgestellt, seitdem er fort ist ...

Ich vermisse ihn gerade sehr. Sehr. Jede Faser meines Körpers sehnt sich nach ihm. Und ich wünschte, wir hätten die letzten Monate schon hinter uns gebracht! Ich wünschte, ich könnte zum Flughafen düsen, total aufgelöst und angespannt und aufgeregt, und ihn endlich nach Hause holen ... Ach, wär es doch schon morgen.

Dienstag, 14. Mai 2013

Tag 85: Wenn der Postmann klingelt

... kommt ein Paket aus der Ferne!! Und der Mann hat uns diesmal reich beschenkt. 

Für das Trotzköpfchen gab es (zur Belohnung, dass sie eine ganze Woche lang nur grüne Smileys gesammelt hatte) ihre erste Barbie-Puppe. Die wurde natürlich erstmal ausgezogen und bestaunt und probiert, wie die sich bewegen und vor allem verbiegen kann. :) Die Frechdächsin wurde mit Dublosteinen bereichert, und ich bekam ein tolles Parfum, vom Mann selbst ausgesucht. Ich muss sagen, es gefällt mir!

Und hier eine kleine (Paket-) Bildergeschichte. 




Und die obligatorische ISAF-Postkarte, diesmal mit Heli-Tiger-Motiv.


Auch wir bereiten das nächste Paket vor. Noch diese Woche soll es auf die Reise gehen.

Montag, 13. Mai 2013

Tag 84: Klassentreffen

oder: Wer bist du denn eigentlich?

Am Samstag hatte ich kinderfrei. Es stand das Klassen - bzw. Jahrgangstreffen 10 Jahre nach dem Abitur an. Und es ist doch erstaunlich, was man sich im Vorfeld für Gedanken macht. Ich war nie eine aus der Masse herausstechende Schülerin, ich hatte nicht viel Konakt zu den meisten von den Mitschülern, ich war nie sonderlich vorlaut oder auffällig. Ich hatte kein besonderes Amt im Jahrgang, war nicht an den Organisationen für die Abiturfeierlichkeiten beteiligt, war in keinen Skandal verwickelt, gehörte zu keiner der coolen Cliquen. Kurz: Würde man sich überhaupt an mich erinnern?

Mit Bedacht wurde im Vorfeld die Klamotte ausgewählt, Haare gemacht und das Gesamtpaket verschönert. Man muss ja was hermachen. Und was hatte ich schon Großartiges geleistet die letzten 10 Jahre nach dem Abitur? Ich habe geheiratet und zwei Kinder bekommen, meine Ausbildung angefangen, aber noch immer nicht beendet. Nichts weltbewegendes also. 

Und dann ging es los. Wir hatten uns alle lieb, haben uns in die Arme genommen und uns gefreut, Leute zu sehen, mit denen wir zuvor nie ein Wort gewechselt hatten. Es war scheinheilig. Schlicht und einfach scheinheilig - die ersten Minuten. Eine ehemalige Mitschülerin sagte: "Ich freu mich so, euch alle wiederzusehen. Ich kenne noch alle Namen. Und ich habe ein so fantastisches Namens- und Gesichtsgedächtnis." Und dann sprach sie eine andere Mitschülerin mit dem falschen Namen an. Herrlich!

Schließlich ging es ans Eingemachte. Was machte man beruflich? Verheiratet? Kinder? Wohnung oder Eigenheim? Wer war hier in unserem ehemaligen Kaff geblieben? Wer war in die weite Welt hinausgereist? Gar ins Ausland? Ich kann sagen, ich belege Platz 1 was die Familienplanung angeht. Ich war die erste von knapp 90 ehemaligen Mitschülern, die geheiratet und Kinder bekommen hat. Und ich bin die erste mit bereits zwei Kindern. Ein Großteil der anderen zieht aber so langsam nach.

Enttäuschungen gab es an diesem Abend auch. Ich hatte mich riesig darauf gefreut, meine ehemals beste Freundin wiederzutreffen. Wir hatten uns vor 5 Jahren aus den Augen verloren. Irgendwie. Einfach so. Und nun saß ich ihr also gegenüber, und das erste, was sie sagte, war: "Du hast noch immer dieselbe Frisur!" Danke. Dann kam gleich: "Ich will hier nicht über privates sprechen und über berufliches schon gar nicht!" Okay, über was denn dann? Und sie setzte noch einen drauf: "Ich treffe ja Frau C. häufiger mal an Bahnhof, da weiß ich ja schon, was bei dir so los ist!" Ich ließ es dabei und sagte ihr noch, dass ich mit Frau C. auch schon ewig nicht gesprochen hätte. Das Grobe an Neuigkeiten könnte sie wissen, aber scheinbar war sie an weiteren Details nicht interessiert. Wir wendeten uns anderen Ehemaligen zu.  

Die Gelbe Schleife kannte übrigens niemand. Ein Mitschüler, Politiker, sprach mich an, was gelb bedeutete, Rot sei ja die für Aids. Aha. Ich erklärte es ihm, und er fragte: "Wie kommt man darauf, sich so eine Schleife als Kette um den Hals zu hängen?" Man sei selbst betroffen, antwortete ich diplomatisch. Die Afghanistan-Geschichte ist nicht nur weit weg in Afghanistan, sie ist unter uns. Jeder Soldat hat zuhause auch eine Familie, die auf ihn wartet. Das sollte nicht vergessen werden. Darauf wusste er nichts zu erwidern. So! 

Es war interessant zu sehen, wie wenig sich doch verändert hatte im Laufe der letzten 10 Jahre. Es standen noch immer dieselben Cliquen zusammen, dieselben Leute hielten sich für etwas besseres, und ich war froh, dass ich aus dem Thema Schulzeit entwachsen bin. Ich konnte nach Hause gehen und auf die nächste Fleischbeschau in 15 Jahren warten. Wenn ich denn hingehe ... 

Sonntag, 12. Mai 2013

Tag 82 / 83: Zum Muttertag ;)

ALLEN MÜTTERN


"Wir wären nie gewaschen
und meistens nicht gekämmt,
die Strümpfe hätten Löcher
und schmutzig wär das Hemd.

Wir äßen Fisch mit Honig
und Blumenkohl mit Zimt,
wenn du nicht täglich sorgtest,
dass alles klappt und stimmt.

Wir hätten nasse Füße,
und Zähne schwarz wie Ruß
und bis zu beiden Ohren
die Haut voll Apfelmus.

Wir könnten auch nicht schlafen,
wenn du nicht noch mal kämest
und uns, bevor wir träumen
in deine Arme nähmest.

Und trotzdem: Sind wir alle
auch manchmal eine Last.
Was wärst du ohne Kinder?
Sei froh, dass du uns hast."

(Verfasser ist nicht bekannt)

Ich selbst fahre, nach einem gestrigen kinderfreien Nachmittag und Abend, gleich los zu meinen Mädels und lass mich von denen überraschen! :) Einen tollen Blumenstrauß gab es gestern schon vorab vom Mann aus der Ferne geschickt! Mit lieben Worten, mit aufbauenden Worten, mit stolzen Worten. Es tat so gut zu lesen, dass er weiß, was ich hier alleine leisten muss. Er fehlt. Immer und überall.  

Und so wünsche ich auch mir, ganz alleine, alles Liebe zum Muttertag!

Freitag, 10. Mai 2013

Tag 81: BERGFEST :)

 

Der Anstieg ist geschafft.
Von nun an können wir den (Zahlen-)Berg wieder hinuntersausen! 

Wobei - wenn ich daran denke, dass wir noch einmal dieselbe Strecke des Weges zurücklegen müssen, wird mir ein wenig flau im Magen. Nochmal knapp 80 Tage, das ist noch eine verdammt lange Zeit. 

Bisher hat mich das Halbzeit-Tief noch nicht erreicht, und ich versuche weiterhin positiv zu denken. Der Zahlenberg wir weniger! Immerhin. Und wie heißt es so schön: Die Zeit arbeitet mit uns, nicht gegen uns (das hab ich geklaut). So beginnt für uns nun die Talfahrt, hinab bis zum Wiedersehen! 

Donnerstag, 9. Mai 2013

Tag 80: Zum Vatertag





... denken wir an den Papa in der Ferne
und hoffen ...

Für den allerbesten Vater!