Mittwoch, 10. Juli 2013

Tag 141 / 142: Ich

... hatte gestern kinderfrei. Die lieben Kleinen waren bei der Oma und wurden dort den ganzen Tag bespaßt. Aber statt auszuspannen, zu chillen und mal Fünfe-Gerade-sein zu lassen, stand das Abarbeiten der Liste auf dem Programm. Die Rückkehr des Mannes ist schließlich nicht mehr weit.

Morgens wurde geshoppt, so dass das Flughafenoutfit endlich perfekt ist! Mal alleine, nur für sich, ohne Kinder am Rockzipfel, die ständig murmeln: "Mama, wann bist du denn endlich fertig? Wir wollen doch noch Eis essen / Spielzeug gucken / Sonstiges!" Es war schön. Und ich habe mächtig Geld ausgegeben. Aber man gönnt sich ja sonst nichts. Und schließlich kommt der Mann auch nicht alle Tage aus Afghanistan zurück! Das ist schon ein besonderer Anlass. Und ich freu mich so! 

Dann etwas auf dem Sofa entspannt, eine Runde fern gesehen, aber das Mittagsprogramm ist auf allen Sendern wirklich schlecht! HARTZ 4 - TV kann ich dazu nur sagen.

Kühlschrank und Küche - da wollte schließlich geputzt werden. Blitzeblank geschruppt werden. Bei dem Wetter eigentlich schade und so Sonnenschein verachtend, unmöglich geradezu, aber man muss eben Prioritäten setzen! Also ging es ran an die Arbeit.

Ich vermelde:
KÜCHE: Check!
SCHRÄNKE (aufgeräumt und ausgemistet): Check.
GARAGE (ausgefegt): Check.

Ich bin wirklich erstaunt, was man alles schaffen kann, wenn die Kinder mal nicht daneben stehen und man nicht ständig gucken muss, dass sie eben keinen Blödsinn machen. Wenn sie nicht versuchen, mit dem Lappen nachzuwischen. Wenn sie nicht helfen wollen, die Klamotten zusammenzulegen und die verknitterter als sonst in den Schrank geworfen werden. Wenn sie nicht den gerade zusammengefegten Haufen wieder fein säuberlich auseinander treten, weil es so schön ist, wenn es ordentlich staubt! Wow. Man schafft wirklich etwas! ;)

Montag, 8. Juli 2013

Tag 139 / 140: Ein Elternteil

... ist einer zuwenig. 

Wir waren letztens im Freizeitpark. 3 Mütter und 5 Kinder. Das Trotzköpfchen mit zwei Freundinnen, deren Mütter, der Bruder ihrer Freundin, sowie unsere Frechdächsin und ich. Da unsere Frechdächsin für solche Aktivitäten noch ziemlich klein ist, musste ich natürlich viel hinter ihr herlaufen, aufpassen und diverse Fahrgeschäfte mit ihr an meiner Seite tätigen. 

Das Trotzköpfchen ist nahezu selbstständig mit den großen Mädchen vorgelaufen und ist hier und dort mit den Karrussels gefahren. Da dachte ich zum ersten Mal: "Ein Elternteil ist einer zuwenig." Ich wäre auch gerne mit der Großen unterwegs gewesen, doch meine Aufmerksamkeit nahm die Kleine fast vollständig in Anspruch. 

So richtig schlimm wurde es aber dann, als der kleine Bruder ihrer Freundin plötzlich verschwunden war. Kurz im Restaurant bezahlt, und schon war er weg. Die Mutter war völlig fertig, und ich dachte nur: "Alle Augen auf die Frechdächsin gerichtet, dass die nicht auch noch abhaut." 

Wir waren noch nicht weit gelaufen, um ihn zu suchen, da hörte ich es plötzlich im Gebüsch neben mir schreien. Für einen kurzen Moment befand ich mich im Zwiespalt: Gehst du ins Gebüsch und guckst nach, läufst aber Gefahr, die Kleine aus den Augen zu verlieren? Oder ruft du eine der anderen Mütter, die aber noch weiter weg waren? Ich entschied mich dafür, ins Gebüsch zu springen und einer der anderen Mütter zuzurufen, dass sie die Frechdächsin holen solle. 

Hinter dem Gebüsch lag ein kleiner Teich, in der der Bruder hineingerutscht war. Er versuchte wieder herauszukommen, rutschte aber am Rand immer wieder ab. Also hab ich ihn mir geschnappt. Er war pitschenass und hatte richtig Angst bekommen. Zum Glück hatte ich Wechselklamotten für die Frechdächsin mit, und da sie ungefähr im selben Alter sind, bekam der Junge dann den rosa Body an. Die andere Mutter war immer noch völlig fertig mit den Nerven (das wäre ich wahrscheinlich auch gewesen, wenn es mein Kind gewesen wäre). Ich beruhigte Mutter und Sohn und dachte: "In einer solchen Situation ist ein Elternteil auf alle Fälle einer zuwenig. Wäre man zu zweit gewesen, wäre so etwas vielleicht nicht passiert." 

Gestern rief mich die andere Mutter nochmal an und sagte: "Ich muss mich nochmal bedanken. Du bist meine Heldin gewesen an dem Tag. Du hast auf alle Fälle was gut bei mir." Kein Problem, ich hoffe, sie hätten das selbe für mich getan. Ein Glück waren wir mit 3 Erwachsenen dort, sonst hätte das sicher nicht so geklappt!  

Samstag, 6. Juli 2013

Tag 138: Blumenmädchen

Ende Juli müssen wir zur Hochzeit eines befreundeten Paares. Ich berichtete bereits hier. So wie es momentan aussieht, wird der Mann es schaffen und pünktlich nach Hause kommen, so dass ich nicht alleine dorthin gehen muss. 

Nun ist also ein Blumenkind ausgefallen, und da wurde ich gefragt, ob unser Trotzköpfchen vielleicht als Blumenmädchen einspringen möchte. Sie hätte ja bereits Erfahrung (im letzten Jahr streute sie bereits Blumen auf der Hochzeit ihrer Tante). Ich sagte zu, vorausgesetzt, das Kind wolle das auch machen. Und natürlich wollte sie das gerne machen! Schöne Kleider, eine tolle Braut, Pferdekutsche - natürlich ist mein Mädchen dabei! 

So stand die Anprobe der Blumenkleidchen an, zusammen mit dem zukünftigen Brautpaar. Das zweite Blumenmädchen war auch da, und die beiden konnten sich schonmal beschnüffeln und kennen lernen. Die Chemie scheint zu stimmen. Die Kleidchen passten hervorragend und sahen bezaubernd aus. Bolero dazu für die kalten Tage. 

Die Frechdächsin hatte ich natürlich auch dabei. Und so stand sie daneben und beobachtete die großen Mädchen, die sich in ihren Kleidchen drehten, tanzten und sich bewunderten. "Ich auch! Auch Kleid anzieht!" Die Tränen waren schon sehr nah. Zum Glück hatte die Braut diverse Größen des Kleides bestellt, und so bekam die Kleine auch eins (zwar immer noch viel zu großes) angezogen. Und kurzerhand wurde beschlossen, dass sie es mit drei kleinen Blumenmädchen probieren wollen. Ich sagte, ich kann nicht versprechen, dass die Frechdächsin das schon hinbekommen würde, sie ist ja noch recht klein, aber probieren können wir es. 

Nun wird auch ein Kleidchen in ihrer Größe bestellt. Und ich habe zwei kleine, große Blumenmädchen.

Ein kleiner Kommentar kam noch vom zukünftigen Bräutigam: "Dein Mann sagte, es sieht ganz gut aus mit der Hochzeit? Dass er dann da sein wird? Wir dachten, wenn nicht, dann kommst wenigstens du, wenn die Kinder in unsere Feierlichkeiten integriert werden." So habt ihr euch das also gedacht. Irgendwie niedlich und schön.  

Freitag, 5. Juli 2013

Tag 137: Bist du schon aufgeregt?

Ob ich schon aufgeregt bin?? Das ist wirklich völlig untertrieben! Ich zitiere gerne nochmal Ally McBochum: "Hibbelstufe 8: [...] Das FzF hibbelt wie verrückt durch die Gegend und wird von Nichtrudelmitgliedern nur noch belächelt. Diese Außenstehenden versuchen durch völlig untertriebene „Bist du schon aufgeregt?“-Fragen der  Situation gerecht zu werden. Dabei übersteigt der Grad von Hibbelstufe 8 bereits die Aufgeregtheit aller für Außenstehende vergleichbaren Situationen. [...] Zu diesem Zeitpunkt ist plötzlich mindestens ein wichtiger Gegenstand spurlos verschwunden. Beobachtungen zufolge sind dies meist: Personalausweis, Führerschein, Auto- oder Wohnungsschlüssel."

Diese Frage kam heute also von einer Freundin, die völlig unvermittelt plötzlich fragte: "Uuund?? Bist du schon aufgeregt?? Er kommt doch bald nach Hause, oder?" Ich starrte sie einen Moment fassungslos an und dachte: Sie fragt mich doch jetzt nicht wirklich, ob ich aufgeregt bin? Ist das ihr ernst? Aufgeregtheit - was soll das sein? Wenn es das ist ... Ich grinste in mich hinein und unterdrückte das Hibbelgefühl. Dann sagte ich so cool wie möglich: "Naaatüüürlich." Grins. Hibbel. Hopp. Kreischalarm! In mir drin eine Explosion der Gefühle. UNFASSBAR. UND DOCH SO NAH!  

Trotz dieser immensen Aufgeregtheit kann ich vermerken: Sowohl Personalausweis, als auch Führerschein oder diverse Schlüssel sind noch vorhanden und auffindbar. 

Donnerstag, 4. Juli 2013

Tag 136: Nestbautrieb

Von Kühlschrank, Küche, Kilos und Kopf bin ich noch weit entfernt ... Dafür hat mich so kurz vor dem Wiedersehen der Nestbautrieb gepackt. 

Das Kinderzimmer der Frechdächsin stand schon die ganze Zeit auf der Liste, noch ein bisschen Farbe an die kahlen Wände. Dazu sollte es ein schönes Bild über der Wickelkommode sein. Und das ist das Ergebnis unserer gemeinsamen Mal-Aktion.

Die Kleine hatte mächtig Spaß mit ihren bunten Händen und Füßen und musste gleich ihrem Papa davon berichten. "Papa, Bild macht. Hand malt! Und Fuß." Ich bin immer wieder erstaunt, wie zusammenhängend und deutlich sie mit ihren knapp 21 Monaten schon spricht, und sehr gespannt darauf, was für Augen der Papa machen wird, wenn er sie bald richtig von Angesicht zu Angesicht sprechen hört. Papa widerum ist gespannt auf das Bild. 

Beet-Rest-Bepflanzung stand auch noch auf dem Programm. Während die beiden Mädels in der Sandkiste "Pralinen kreierten und Kuchen machten", hab ich die Gunst der Stunde genutzt und den gerade gekauften Lavendel eingesetzt. Die Beete an der Terrasse sind fertig! Check.    

Mittwoch, 3. Juli 2013

Tag 135: Wie

... schnell die Zeit im Moment verfliegt. Ich habe das Gefühl, gerade geht es nochmal doppelt schnell. Ist das eine Wochenende geschafft, steht sofort das nächste vor der Tür, und schon haben wir wieder eine Woche weniger bis zum Wiedersehenstag! Schließlich ist schon wieder Mittwoch ... 

Und dabei muss ich noch so viel erledigen! Oh je. Man setzt sich Termine, schreibt eine Liste mit Punkten, die es abzuarbeiten gilt. Um beschäftigt zu sein. Um mit jedem "Check", mit jedem Häkchen dem großen Tag ein Stück näher zu kommen. Für sich selbst. Als Motivation. Als Belohnung. 

Arbeitszimmer des Mannes: Check. 
Die nächsten Punkte auf meiner Liste sind: Kühlschrank, Küche, Kilos und Kopf! Liebste Frisöse des Vertrauens, ich komme! ;)

Dienstag, 2. Juli 2013

Tag 132 / 133 / 134: Hibbelstufe 7

... ist erreicht.
"Das Outfit ist gekauft [oder steht gedanklich schon so gut wie fest] und die „Flughafen-Szene“ wird mindestens 20mal täglich in verschiedenen Variationen durchdacht. Der Hibbel-Faktor ist nun schon extrem hoch. Die Beruhigung durch andere Rudelmitglieder wird langsam schwierig. Auch die Tanz-und-Kreiiiiisch-Aktivitäten nehmen in diesem Stadium stündlich zu."

Mein Hibbel-O-Meter des heutigen Tages

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So habe ich gedacht, ich darf euch folgende wissenschaftliche Untersuchung der Hibbelstadien von Ally McBochum (zu finden hier ) nicht vorenthalten.

"Die 11 Hibbelstufen des FzF

Nach der ersten wissenschaftlichen Studie über das Leben des FzF aus dem Jahre 2006 wird es höchste Zeit für eine weitere Abhandlung zum Seelenleben dieses kuriosen Wesens. Im Folgenden sollen die verschiedenen Hibbelstufen dargestellt werden, in welchen sich das FzF befindet, wenn sich die Rückkehr des Alphamännchens nähert. Frei nach dem karnevalistischen Prinzip des Frohmuts einigte sich die Fachwelt auf 11 Hibbelstufen. Diese werden von den FzÄffchen sehr unterschiedlich durchlebt. Einzelne Phasen können übersprungen oder (bei ruhigeren Exemplaren) auch gar nicht erreicht werden.

Zunächst einmal zur Bedeutung bzw. Herleitung des Wortes „hibbeln“. Dieses setzt sich zusammen aus dem Lateinischen „cohibeo“ (zusammenhalten) und dem deutschen Wort „jubeln“. Demzufolge wird unter „hibbeln“ das gemeinschaftliche Jubeln zur Rückkehr fehlender Rudelmitglieder verstanden.

Nach gründlichen empirischen Untersuchungen und umfassenden Verhaltens-beobachtungen konnten folgende Hibbelstufen erforscht werden:

Hibbelstufe 1:
Das FzF ist für gewöhnlich schon einige Zeit alleine. Die regelmäßige Kontaktaufnahme zum abwesenden Alphamännchen hat sich bereits eingespielt. Das FzF befindet sich in der UHU-Phase und ist ganz stolz, dass es bereits zweistellig ist. Erste Hibbeligkeit und Hochgefühle treten auf, weil das FzF überzeugt ist mit Hilfe des „sinnlosen Rückwärtszählens“ und „Gruppenknuddelns“ durchzuhalten.

Hibbelstufe 2:
Das FzF erfährt das Out-Datum seines Alphamännchens. Dies führt in der Regel zu ersten Kreiiiiiiiiiiiiiiiiiiischalaaaaaaaaaaaaarm-Exzessen. In dieser Phase erhöht sich in der Regel der Alkohol-Nikotin- und Schokoladenkonsum des FzF enorm.

Hibbelstufe 3:
Das Out-Datum des Alphamännchens hat sich bereits einige Male verschoben, was das FzF aber nur noch am Rande tangiert, da die fortwährende Vorstellung der „Rückkehr-Flughafen-Kuss“-Szene zur geistigen Verklärungen führt. Das FzF ist in dieser Phase hoch romantisch und voller Pläne. Das erste zerbrechliche Teil des FzF-Hausstandes ist bereits zu Bruch gegangen.

Hibbelstufe 4:
Das FzF beginnt mit der Planung der Rückkehr und schreibt seine erste „To-Do-Liste“. In der Regel drehen sich in diesem Stadium alle Gedanken um das Flughafen-Outfit und die Dekoration der heimischen Höhle. Das Kommunikationsbedürfnis mit anderen Rudelmitgliedern ist in dieser Phase sehr hoch. In Chat und Forum kommt es zu kreativem Gedankenaustausch hinsichtlich möglicher Deko-Projekte.

Hibbelstufe 5:
Das FzF ist inzwischen sehr nervös. Oft wird es von spontanen Panikattacken a la „Hoffentlich finde ich den Flughafen“ übermannt. Einige FzÄffchen wurden sogar bei „Probefahrten“ zu den entsprechenden Flughäfen beobachtet. Die Vorstellung des Flughafen-Outfits ist inzwischen perfekt und muss nur noch gekauft werden.

Hibbelstufe 6:
Die Feinplanung der Höhlen-Deko beginnt. Das hibbelige FzF war bereits auf mindestens zehn verschiedenen Internetseiten auf denen Luftballons und/oder „Welcome home“-Girlanden bestellt werden können. Die riesige Pappe, Tapete oder das Bettlaken zur Erstellung des Transparentes sowie die entsprechenden Farben liegen inzwischen bereit. Das FzF muss in dieser Phase nur noch zwischen 20 und 5 Tagen auf das abwesende Rudelmitglied warten. Außerdem entwickelnd das FzÄffchen in dieser Phase eine schwere Wahrnehmungs-Störung. Es fängt an sich überall zu stoßen oder anzuecken und schwebt in ständiger Gefahr sich zu verletzen. In dieser Phase muss man sehr sensibel mit ihm umgehen.

Hibbelstufe 7:
Das Outfit ist gekauft und die „Flughafen-Szene“ wird mindestens 20mal täglich in verschiedenen Variationen durchdacht. Der Hibbel-Faktor ist nun schon extrem hoch. Die Beruhigung durch andere Rudelmitglieder wird langsam schwierig. Auch die Tanz-und-Kreiiiiisch-Aktivitäten nehmen in diesem Stadium stündlich zu. In der Regel ist das FzF in dieser Phase bereits einstellig.

Hibbelstufe 8:
Das FzF ist in mehreren Tages-Abend- oder Nachtaktionen mit der Bemalung des „Willkommen Zuhause“-Transparentes beschäftigt. Diverse Pakete mit Luftballons und anderen Dekorationsutensilien stapeln sich überall. Das FzF hibbelt wie verrückt durch die Gegend und wird von Nichtrudelmitgliedern nur noch belächelt. Diese Außenstehenden versuchen durch völlig untertriebene „Bist du schon aufgeregt?“-Fragen der Situation gerecht zu werden. Dabei übersteigt der Grad von Hibbelstufe 8 bereits die Aufgeregtheit aller für Außenstehende vergleichbaren Situationen. Das FzF ist schon mindestens 50% des Tages im Forum oder Chat anzutreffen, wo weiterhin exzessiv getanzt, gekreischt, gehibbelt, gehüpft oder gewuuuuuuuuuuuussaaaaaaaaaaaaaaat wird. Zu diesem Zeitpunkt ist plötzlich mindestens ein wichtiger Gegenstand spurlos verschwunden. Beobachtungen zufolge sind dies meist: Personalausweis, Führerschein, Auto- oder Wohnungsschlüssel.

Hibbelstufe 9:
Das FzF hat bereits mindestens drei dicke blaue Flecken und ein weiteres zerbrechliches Teil unabsichtlich zerstört. Die gemeinsame Höhle oder die des Alphamännchens ist inzwischen nach allen Regeln der Kunst dekoriert und mit einer Million Herzen und Kerzen verziert. Das Seelenleben solcher Wesen schwankt wild zwischen „Bald ist er wieder da!“ und „Kann das wirklich sein?“ hin und her. Dieser Wechsel kann im Minuten-Takt stattfinden. Im Chat „hüpft, hibbelt oder tanzt“ es für gewöhnlich durch die Lobby. Andere FzF benötigen in der Regel einen Gehörschutz aufgrund des hohen Kreischfaktors. Ruhigere Rudelmitglieder versuchen mit Hilfe von Tee oder Baldrian beruhigend auf das zappelige FzF einzuwirken, was jedoch in aller Regel erfolglos bleibt. Nahrungsaufnahme und Schlafen sind bereits in diesem Stadium kaum noch möglich.

Hibbelstufe 10:
Das FzF beginnt komplett den Verstand zu verlieren. Bis zur Rückkehr des Alphamännchens sind es weniger als 100 Stunden. Es wird dringend geraten diese Wesen von spitzen, heißen und zerbrechlichen Gegenständen fernzuhalten! Auch vom Alkoholkonsum ist abzusehen. Die Vorbereitungen zur Rückkehr des fehlenden Rudelmitgliedes sind in der Regel abgeschlossen, so dass das FzF auf Hibbelstufe 10 nonstop im Chat anzutreffen ist. Dort macht es durch viertelstündige Kreiiiiiiiiiiiiiiiiiiiischalaaaaaaaaaaaaaarm-Rufe unmissverständlich auf die baldige Rückkehr des Alphamännchens aufmerksam.

Hibbelstufe 11:
Das FzF ist nicht mehr ansprechbar. Im Chat und Forum schreibt es nur noch wirres Zeug. Es verdreht alle Buchstaben und wird nur noch von seinen engsten Rudelmitgliedern verstanden. Die Rückkehr des abwesenden Alphamännchens steht unmittelbar bevor. Einige FzÄffchen konnten an deutschen Flughäfen beobachtet werden wie sie per Handy-Standleitung mit anderen FZÄffchen verbunden waren. Nahrungsaufnahme, Schlaf und normale Kommunikation sind in diesem Stadium unmöglich. Papiertüten zum Hineinatmen sind nun dringend erforderlich! Beobachtungen zufolge, die das FzF in dieser hochsensiblen Phase erforschten, kamen zu dem Schluss, dass die rückkehrenden Alphamännchen meist genau zum richtigen Zeitpunkt eintreffen um das völlig hibbelige und kurz vor dem Kreislaufkollaps stehende FzF zu retten."

Dann bleibt zu hoffen, dass die letzten Tage (Wochen) schnell vorbeiziehen werden. Ich verliere allmählich den Verstand. Und schmelze dahin, wenn er sagt: "Ich will dich endlich wieder in den Arm nehmen können." Hach ja ... ICH AUCH!  :hibbel2:hibbel2