Donnerstag, 14. Februar 2013

"Papa war weit weg"










von Daniela Malz.

Das Buch habe ich bestellt, um das Trotzköpfchen auf den Afghanistan-Einsatz vom Papa vorzubereiten. Und gestern ging es los. Wir haben gedacht, wir wollen die Mädels nicht zu früh damit belasten, und so beginnen wir erst in der letzten Woche vor Abflug mit der Vorbereitung. 

Ein Junge, Nero, erzählt vom Afghanistan-Einsatz seines Vaters und darüber, wie er und seine Mutter die Abwesenheit des Vaters erlebt haben. Beginnend mit dem Abschied und einer Methode, wie der kleine Junge die vielen Tage zählen kann (Sterne auf eine Wolke kleben), wird dann vom Alltag von Mutter und Kind erzählt. Sie können per Videotelefonie mit dem Papa kommunizieren, sie packen Pakete ...


Auch machen sie einen Ausflug zum Familienbetreuungszentrum der Bundeswehr. Und schließlich kommt der Tag, an dem Papa heimkehrt. Mama und Sohn fahren zum Flughafen und holen Papa ab. 


Ich persönlich finde das Layout des Buches nicht sonderlich ansprechend, aber es erfüllt seinen Zweck, ist einfach und kindgerecht geschrieben. Für alle diejenigen, die mit mehr Details über den Einsatz ihre Kinder versorgen wollen, ist das Buch allerdings nicht geeignet. Was die Soldaten im Einsatz (wo auch immer - das wird hier nicht thematisiert) machen, wird auf sich darum kümmern, "dass die armen Menschen Straßen, Brücken, Schulen und Brunnen mit frischen Wasser zum Trinken bekommen" (Vgl. Daniela Malz) reduziert. Für Kinder im Kindergartenalter werden diese Informationen reichen, für unsere zumindest, denn ich finde, mehr brauchen meine Kinder nicht zu wissen. Sie sollen sich nicht auch noch Sorgen um den Papa machen müssen.
   
Das Trotzköpfchen hat keine wirkliche Reaktion gezeigt - und ich bin mir nicht sicher, was ich davon halten soll. Höchstwahrscheinlich kommt in den nächsten Tagen irgendein Kommentar oder ähnliches. Sie wird es erstmal für sich verarbeiten müssen. Und wir lassen sie.

Der Buchtipp:
Daniela Malz: Papa war weit weg. Borsdorf 2012.
ISBN 978-3-86468-139-4

Und jetzt noch eine Sache im eigenen Interesse (Katharina hat mich darauf gebracht): Wie erleichtert ihr euren Kindern die langen Tage der Abwesenheit des Papas? Das Bonbonglas (Anzahl der Bonbons = Anzahl der Einsatztage) hab ich bereits fertig! ;)

Kommentare:

  1. Hallo :-)

    Du wurdest getaggt, um bei der Aktion 11 mitzumachen: http://themama.ch/aktion-11/

    Liebe Grüsse
    Themama

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  2. Ich bin durch Themama auf Deinen Blog gestoßen und werde Euch begleiten. Genißt die nächsten Tage zu viert- so gut es geht. LG

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  3. Ergänzungen zum Bonbonglas: So fit sind deine Zwerge im Kalenderverstehen wahrscheinlich nicht. Ich würde den Zeitraum etwas gliedern, mehrere tolle Ereignisse zum Drauf-Vorfreuen planen. Also die Tage zählen bis zum Besuch im Streichelzoo, dann soundsoviele Tage bis zum Indoorspielplatz usw.
    Und was Papas Küsse angeht: kleine Zettel vorbereiten, auf die Papa ein Herzchen malt o.ä., und wenn die Sehnsucht an einem Abend besonders groß ist, kommt die Trösteschatzkiste zum Einsatz.

    LG Tig

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  4. Bei deiner "Großen" ist mir noch eingefallen - was ist mit so beliebten Glitzerfeenstaubpinkrosaaufkleber (du weißt, was ich meine?), d.h. für jede Woche darf sie einen Glitzeraufkleber in einen Kalender kleben; oder der Papa schickt ihr zwischendurch Aufkleber, die sie dann wiederum im Kalender anbringen kann, sie bekommt eigene Post und sieht, wie viel schon geschafft ist. Und wenn das gesamte Blatt glitzert und in den Erwachsenenaugen weh tut, kommt Papa wieder.
    Oder ein Foto von euch vieren auf Karton kleben, in 27 Puzzleteile schneiden (eines als Reserve, man weiß ja nie), jeden Montag wird ein Teil in einen vorgefertigten Rahmen eingefügt (also die Puzzleteilformen schon vorzeichnen, du kennst sicher diese Kinderpuzzle).

    Ich wünsche supergute Mama-Nerven für die Zeit

    Tig

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  5. Den Kalender mit den Glitzerpinkrosalilablingblingpferdestickern werden wir machen! Das ist eine tolle Idee! Danke!

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